Ausdauer: Alles, was du wissen musst, um dranzubleiben
Ausdauer ist die Basis für alles, was du im Training und im Alltag schaffen willst — ob du joggen gehst, aufs Rad steigst oder einfach die Treppen ohne Schnaufen hochkommen willst. Auf dieser Seite erklären wir dir einfach und verständlich, was Ausdauer eigentlich ist, wie du sie richtig trainierst und mit welcher Ernährung du dabei am meisten rausholst. Und weil viele Fragen dazu immer wieder auftauchen, beantworten wir sie dir gleich mit.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Ausdauer eigentlich?
- Warum Ausdauer für dich wichtig ist
- Ausdauer richtig trainieren – die besten Methoden
- Ausdauer zuhause trainieren – ganz ohne Geräte
- Ausdauer oder Krafttraining – was bringt mehr?
- Schonendes Cardio bei Knie- oder Gelenkproblemen
- Die richtige Ernährung für mehr Ausdauer
- Ausdauer verbessern – einfache Tipps für den Alltag
Was ist Ausdauer eigentlich?
Ausdauer beschreibt, wie lange dein Körper eine Belastung durchhalten kann, ohne dass die Leistung einbricht. Man unterscheidet grob zwischen Grundlagenausdauer (die Basis-Fitness, die du für so ziemlich jeden Sport brauchst) und spezieller Ausdauer (zum Beispiel Sprintausdauer oder Kraftausdauer für eine bestimmte Sportart).
Fachlich wird außerdem zwischen aerober Ausdauer (dein Körper verbrennt mit Sauerstoff, du kannst dich locker unterhalten) und anaerober Ausdauer (hohe Intensität, dein Körper arbeitet kurzfristig ohne genug Sauerstoff) unterschieden. Im Alltag hörst du für Ausdauer auch oft die Begriffe Kondition oder Stehvermögen — gemeint ist immer dasselbe.
Was gilt eigentlich als „gute" Ausdauer? Ein einfaches Zeichen: Du kommst bei Alltagsbelastungen wie Treppensteigen nicht aus der Puste, und dein Puls beruhigt sich nach Belastung schnell wieder. Wer es genauer wissen will, kann seine Ausdauer mit einfachen Lauftests (z. B. Cooper-Test) einschätzen lassen.
Ist Spazieren gehen schon Ausdauertraining? Ein Stück weit ja — jede Bewegung zählt und ist besser als Sitzen. Für eine echte Verbesserung deiner Ausdauer braucht dein Körper aber etwas mehr Reiz: höheres Tempo, Steigungen oder längere Einheiten.
Warum Ausdauer für dich wichtig ist
Gute Ausdauer bringt dir mehr als nur eine bessere Zeit beim Laufen. Dein Herz-Kreislauf-System wird stärker, du verbrennst leichter Fett, du hast mehr Energie im Alltag und du regenerierst dich auch nach dem Krafttraining schneller. Ausdauer ist außerdem in fast jedem Sport gefragt — vom Mannschaftssport bis zum Krafttraining mit vielen Wiederholungen.
Ausdauer richtig trainieren – die besten Methoden
Für effektives Ausdauertraining hilft es, im richtigen Pulsbereich zu trainieren:
- Grundlagenausdauer (GA1): ca. 60–75 % deiner maximalen Herzfrequenz – lockeres, lang anhaltendes Tempo, du kannst dich noch unterhalten
- Grundlagenausdauer (GA2): ca. 75–85 % – spürbar anstrengender, aber noch kontrolliert
- Intervall/HIIT: kurze, harte Belastungsspitzen nahe deinem Maximalpuls, abwechselnd mit Erholungsphasen
Die bekanntesten Trainingsmethoden sind die Dauermethode (gleichmäßiges Tempo über längere Zeit, ideal für Einsteiger), das Intervalltraining (Belastung und Pause im Wechsel, sehr effektiv und zeitsparend) und das Fahrtspiel (Tempo wird während der Einheit spontan variiert). Für schnelle Fortschritte gilt: Kombiniere ruhige, lange Einheiten mit ein bis zwei intensiveren Intervall-Einheiten pro Woche — das gilt als eine der effektivsten Methoden, um deine Ausdauer zügig zu verbessern.
Ausdauer zuhause trainieren – ganz ohne Geräte
Du brauchst kein Fitnessstudio, um deine Ausdauer zu verbessern. Diese Übungen funktionieren ganz ohne Ausrüstung zuhause oder im Park:
- Hampelmänner / Jumping Jacks
- Burpees
- Kniehebelauf auf der Stelle
- Treppensteigen
- Seilspringen
- Zirkeltraining aus mehreren dieser Übungen mit kurzen Pausen dazwischen
Auch mit einem einfachen Ball lässt sich Ausdauer trainieren — zum Beispiel mit Ballsportarten wie Fußball oder Basketball, oder einfachen Wurf- und Prellübungen zwischendurch. Das bringt Abwechslung ins Training und macht nebenbei richtig Spaß.
Ausdauer oder Krafttraining – was bringt mehr?
Die gute Nachricht: Du musst dich nicht entscheiden. Ausdauer- und Krafttraining ergänzen sich — Kraft macht dich für den Alltag und andere Sportarten stärker, Ausdauer verbessert deine Regeneration und dein Herz-Kreislauf-System.
Willst du abnehmen, ist die Kombination aus beidem am effektivsten: Krafttraining erhält deine Muskulatur (die auch im Ruhezustand Kalorien verbrennt), Ausdauertraining erhöht deinen Kalorienverbrauch zusätzlich. Entscheidend bleibt am Ende ein Kaloriendefizit — Ausdauer oder Kraft allein reichen dafür nicht automatisch aus.
Wann kombinierst du am besten beides? Wenn du an einem Tag beides machst, trainiere idealerweise zuerst Kraft und danach eher lockeres Ausdauertraining, damit deine Kraft nicht unter der Vorermüdung leidet. Noch besser: Lege zwischen intensiven Kraft- und Ausdauereinheiten einen Tag Pause, damit sich dein Körper erholen kann.
Schonendes Cardio bei Knie- oder Gelenkproblemen
Hast du Beschwerden im Knie, muss das kein Grund sein, aufs Ausdauertraining zu verzichten — du solltest nur die richtige Belastungsform wählen.
Gelenkschonende Optionen:
- Radfahren bzw. Ergometer
- Crosstrainer
- Schwimmen
- Nordic Walking
Crosstrainer oder Ergometer? Beide sind knieschonend, da es kaum Stoßbelastung gibt. Der Crosstrainer trainiert zusätzlich den Oberkörper mit, das Ergometer ist meist noch etwas gelenkschonender, weil die Bewegung geführter ist.
Crosstrainer oder Laufband? Bei bestehenden Knieproblemen ist der Crosstrainer meist die bessere Wahl, da das Laufband durch die Stoßbelastung beim Aufkommen die Knie stärker fordert.
Im Krafttraining solltest du bei Knieproblemen eher vermeiden: tiefe Kniebeugen mit hohem Gewicht, Ausfallschritte mit Sprung sowie Übungen mit starker Rotation im Knie unter Last.
Wichtiger Hinweis: Bei anhaltenden oder starken Schmerzen empfehlen wir, das mit einem Arzt oder einer Physiotherapeutin abzuklären, bevor du weitertrainierst.
Die richtige Ernährung für mehr Ausdauer
Damit du im Training länger durchhältst und dich danach schnell erholst, kommt es auch auf die richtige Versorgung an – vor, während und nach dem Training.
Vor dem Training
Während dem Training
Nach dem Training
Ausdauer verbessern – einfache Tipps für den Alltag
Du musst nicht jeden Tag ein hartes Training absolvieren, um deine Ausdauer zu verbessern. Diese Alltagsgewohnheiten machen schon einen Unterschied:
- Täglich 30 Minuten spazieren: stärkt dein Herz-Kreislauf-System, hilft beim Stressabbau und ist ein guter Ausgleich zu intensiveren Einheiten.
- Treppen statt Aufzug nehmen
- Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Rad statt mit dem Auto
- Deine Alltagsbewegung mit Handy oder Fitnessuhr im Blick behalten
Welche 3 Sportarten verbrennen die meisten Kalorien? Ganz vorne dabei sind Laufen, Rudern (bzw. am Rudergerät) und Schwimmen — alle drei fordern große Muskelgruppen gleichzeitig und lassen sich gut in der Intensität steigern.
Häufige Fragen zum Thema Ausdauer
Es bedeutet, eine Belastung über längere Zeit durchzuhalten, ohne dass deine Leistung stark abfällt — egal ob beim Sport oder im Alltag.
Man unterscheidet u. a. Grundlagenausdauer, Kraftausdauer (Kraft über längere Zeit halten) und Schnelligkeitsausdauer (hohes Tempo über längere Zeit halten).
„Endurance" oder auch „stamina".
Erste spürbare Fortschritte zeigen sich in der Trainingspraxis meist nach etwa 4–6 Wochen regelmäßigem Training.
Training mit vielen Wiederholungen und moderatem Gewicht, bei dem deine Muskulatur lernt, eine Kraftleistung über längere Zeit durchzuhalten.
Laut Deutscher Herzstiftung kann niedrig bis moderat dosiertes Ausdauertraining (z. B. zügiges Gehen, Radfahren, Ergometer, 20–30 Minuten an 3–5 Tagen pro Woche) helfen, Anfälle seltener zu machen (Quelle 3). Trotzdem gilt: Sprich Art und Intensität deines Trainings vorher mit deiner Kardiologin bzw. deinem Kardiologen ab, da das individuell sehr unterschiedlich sein kann.
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